Pilzbestimmen



Jahresbericht Technische Kommission 2018

Wärme und Regenarmut ohne Ende, so präsentierte sich das Jahr 2018 in der Schweiz. Das Sommerhalbjahr war so warm wie noch nie seit Messbeginn. Ja, und wenn von oben fast nichts kommt, dann kommt auch von unten nicht viel. Damit sind natürlich die Pilze gemeint. Doch da ja ab und zu, wenn auch nicht überall, Gewitter niedergingen, hatten wir doch ein paar Sachen zu bestimmen.

Wie immer an den Pilzbestimmungsabenden konnten wir fast alle mitgebrachten Pilze einer Art zuordnen. Es waren ungefähr 170 Arten, etwa 40 Arten weniger als im Vorjahr. Mindestens drei Pilzarten wurden erstmals gebracht.
Einmal war da der Dauerporling. Mit seiner zähen Beschaffenheit und schönen Farbgebung wird dieser Pilz auch in Blumenarrangements verwendet. Er wächst in der Nadel- oder Laubstreu gerne auf sandigen Böden.
Auch das erste Mal wurden Pilze der Gatung Volvariella, auf deutsch Scheidlinge, gebracht. Nach ersten Bestimmungsversuchen bei den Dachpilzen entpuppte sich das eine Exemplar als Wolliger Scheidling. Die Gattung der Scheidlinge ähnelt derjenigen der Dachpilze sehr. So sind die Lamellen bei beiden Gruppen nicht am Stiel angewachsen und verfärben sich im Alter rötlich. Scheidlinge haben aber an der Stielbaasis eine Scheide, daher auch der Name.
Mit einer weiteren Art dieser Gattung hatten wir es auch erstmals zu tun: der Parasitische Scheidling. Dieser Pilz wächst büschelig gedrängt auf faulen Fruchtkörpern der Nebelkappe. Beide Pilze sind recht selten und nicht zum Essen geeignet.
Häufiger ist der Grosse Scheidling, der als Speisepilz gilt. Ein anderer essbarer Scheidling ist der Asiatische Reisstrohpilz, bei uns als Zuchtpilz bekannt.
Kurt Schumacher

Bestimmungsabend 7
22. Oktober, weiterhin sommerliches Wetter und seit dem 11. Juni keine länger dauernde Niederschläge (also nie mehr «Landregen», unglaublich!).
Wiederum wurden die Pilze aus vorwiegend entfernterer Umgebung (Emmental, Oberland) in längeren Pilzgängen zusammengesucht. So wurden von 12 Personen 50 Arten bestimmt:
23 Speisepilze, 17 «kein Speisepilz» und 10 Giftpilze.

Bestimmungsabend 6
8. Oktober, immer noch zu warm (20 bis 25 Grad) und weiterhin keine nennenswerte Niederschläge.
15 Mitglieder und 1 Kursteilnehmende bestimmen 74 Arten, hauptsächlich aus dem Oberland und Emmental; einige weitere konnten aus zeitlichen Gründen nicht bestimmt werden:
26 Speisepilze, 32 «kein Speisepilz» und 16 Giftpilze.

Bestimmungsabend 5
17. September, der Sommer ist zurück, die Trockenheit anhaltend.
11 Mitglieder und 2 Kursteilnehmende bestimmen 51 Arten, überwiegend von weit her:
24 Speisepilze, 19 «kein Speisepilz» und 8 Giftpilze.

Bestimmungsabend 4
27. August, nach ein paar Gewittern und deutlicher Abkühlung, aber immer noch zu warm und grossTrockenheit.
8 Mitglieder und 3 Kursteilnehmende bestimmen 41 Arten, teilweise aus dem Oberland; einige weitere konnten aus zeitlichen Gründen nicht bestimmt werden:
19 Speisepilze, 18 «kein Speisepilz» und 4 Giftpilze.

Bestimmungsabend 3
6. August, nach 10 Tagen anhaltend grosser Hitze (immer über 30 Grad) und noch viel länger andauernder Trockenheit.
11 Mitglieder bestimmen erstaunliche 29 Arten, die meisten allerdings aus dem Oberland:
9 Speisepilze, 15 «kein Speisepilz» und 5 Giftpilze.

Bestimmungsabend 2
10. Juli, nach längerer Trockenheit.
Es werden von 6 Mitgliedern, einem Schnuppergast und 2 Kursteilnehmenden 26 Arten bestimmt:
8 Speisepilze, 17 «kein Speisepilz» und 1 Giftpilz.

Bestimmungsabend 1
Wetterbedingt müssen wir den Anlass «Waldspaziergang im Wiliwald mit Grillieren» vom 11. Juni leider absagen.