Pilzbestimmen

Im Jahr 2014 haben wir an vier Bestimmungstagen gut 140 verschiedene Pilzarten bestimmt. An einem weiteren Abend, im Juni, wurden kaum Pilze gefunden. Diese wurden nicht erfasst. Der Juni und überhaupt die erste Hälfte des Jahres waren recht pilzarm, da die grösseren Niederschläge fehlten. Trotz der wenigen Arten, die es ins Bestimmungslokal schafften, haben wir deren zwölf das erste Mal bestimmt. Gegen Ende Juli und im August hingegen wuchsen die Pilze reichlich, jedoch hatten wir in dieser Zeitspanne keine Bestimmungsabende im Programm. Nach dieser kurzen Pilzschwemme war dann im September und im Oktober wieder viel weniger los. Es schien, als hätten die Pilze die Energie verpufft. Trotzdem, der Herbst zog sich weit in die Länge. Die ersten kalten Nächte kamen sehr spät, so dass man immer wieder etwas finden konnte. Im Vergleich zu anderen Speisepilzen wuchsen viele Eierschwämme. Nicht nur der gewöhnliche, auch der Samtige Eierschwamm und der Amethyst-Eierschwamm wurden oft gefunden. Der Amethyst-Eierschwamm hat violettliche Schüppchen auf dem Hut, welche oft nur als feinfarbener Hauch wahrgenommen werden. Der Samtige Eierschwamm unterscheidet sich schon deutlicher. Er ist meist kleiner und dünnfleischiger und die Farbe geht in Richtung orange. In unserer Gegend, also im Mittelland, fehlten die Steinpilze weitgehend, die Maronenröhrlinge bis weit in den Herbst hinein fast ganz. Im Oberland war es deutlich besser. Mit Treffen des jeweils richtigen Zeitpunktes hatte man trotzdem die Chance, reichlich Pilze zu ernten.
Kurt Schumacher

Bestimmungsabend 1 vom 16. Juni (im Wiliwald, siehe untenstehende Fotos):
Nach dieser Trockenheit wundert's nicht, dass Anderes im Vordergrund stand.
Übrigens: Was im Korb ist, war der ganze Ertrag aller Anwesenden!